Pressemitteilung

Azubi-Tag in Frankfurt: Aus der Vergangenheit lernen

- Auszubildende erhalten Einblick in die Konzerngeschichte
- Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten der Diskriminierung

Hanau. Über 100 Auszubildende von Evonik aus Hanau und Darmstadt nahmen am Azubi-Tag beim Jüdischen Museum in Frankfurt teil. Dort beschäftigten sie sich im Rahmen von Vorträgen, Diskussionen und Workshops mit den Themen Diskriminierung, Verantwortung und Zivilcourage. Evonik und das Jüdische Museum Frankfurt sind seit vielen Jahren partnerschaftlich verbunden.

Ort der Veranstaltung war das Pop-Up-Monument, eine begehbare, transparente Blase in der Frankfurter Innenstadt. Das einzigartige Kunstprojekt der Architektengruppe Raumkultur stand für zehn Tage auf dem Willy-Brandt-Platz und diente als Location für zahlreiche Veranstaltungen des Jüdischen Museums.

Dr. Andrea Hohmeyer, Leiterin des Evonik Konzernarchivs, sprach an diesem Tag über die Beteiligung der Evonik-Vorgängergesellschaften an den Verbrechen des NS-Regimes, speziell in Bezug auf die Themen Zwangsarbeit, “Arisierungen“, aber auch über das Einschmelzen edelmetallhaltigen Zahnersatzes von NS-Opfern und die Lieferung des Schädlingsbekämpfungsmittels Zyklon B. „Die Vorgängergesellschaften haben ihre Verantwortung den Opfern gegenüber lange ignoriert. Heute tragen wir diese Verantwortung, wir gehen mit unserer Geschichte offen um, um sicherzustellen, dass schwerwiegende Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt werden“, so Hohmeyer.

In der zweiten Tageshälfte wurde die Veranstaltung im pädagogischen Zentrum des Fritz-Bauer-Instituts an der Goethe Universität fortgesetzt. Dort setzten sich die Auszubildenden mit verschiedenen Aspekten des Themas Diskriminierung auseinander. In Gruppenarbeiten und Diskussionen sprachen sie darüber, welchen Problemen die Gesellschaft gegenwärtig gegenübersteht und berichteten von Erfahrungen aus ihrem eigenen Umfeld.

Später sprach die Direktorin des Jüdischen Museums Dr. Mirjam Wenzel mit Alon Meyer, Präsident des jüdischen Turn- und Sportverbands Makkabi Deutschland, und Manfred Levy vom Pädagogischen Zentrum des Museums über persönliche Erfahrungen mit jüdischem Leben in Deutschland.

„Die Veranstaltung gefiel mir sehr gut“, sagt die 20-jährige Vanessa Müller. Vor einer Woche hat sie in Hanau ihre Ausbildung zur Elektronikerin im Bereich Automatisierungstechnik begonnen. „Ich finde es toll, dass ich hier mehr über meinen Arbeitgeber erfahre und mein Allgemeinwissen verbessern kann.“

„Eine tolle Idee“, findet auch Ali Hodroj. Der 20-Jährige startete am Standort Darmstadt eine Ausbildung zum Industriemechaniker. „Ich finde es beeindruckend, dass die Mitarbeiter von Evonik uns so offen über die Vergangenheit des Unternehmens aufklären.“

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