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Produkte & Lösungen

weg mit dem Dreck

In beinahe jeder Autowaschanlage ist heute auch ein Produkt von Evonik im Spiel – damit Lacke länger glänzen und schneller trocknen.

Die Zeiten, in denen die Autos am Wochenende millionenfach mit Schwamm und Leder auf Hochglanz poliert wurden, sind vorbei. Zu komfortabel ist es, den Wagen gleich nach dem Tanken in die Waschanlage zu geben. Und auch die Qualität der Anlagen und der eingesetzten Reinigungsmittel hat längst ein sehr hohes Niveau erreicht.

In einer Reinigungsanlage laufen insgesamt vier Schritte ab. Zunächst die Vorwäsche, bei der nach Auftrag der Reinigungslösung der Hochdruckreiniger zum Einsatz kommt. Bei der Hauptwäsche wird mit Bürsten gereinigt und bei der Konservierung der Autolack durch wasserabweisende Additive versiegelt. Diese sogenannten Glanztrockner sorgen für eine schnellere Trocknung, klare Autoscheiben und einen lang anhaltenden Tiefenglanz. Der letzte Schritt ist die Trocknung, bei der das Entfernen der restlichen Wassertropfen ein glänzendes Ergebnis garantiert.

UMWELTFREUNDLICHE FORMULIERUNGEN
Evonik hat für jeden Arbeitsschritt ein passendes Produkt im Portfolio. „Wir arbeiten daran, dass die Reinigungsvorgänge immer effektiver werden. Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln wir umweltfreundliche und effizientere Formulierungen, die den Lack schneller trocknen und länger glänzen lassen“, sagt Oliver Schaller vom Innovation Management des Geschäftsgebiets Household Care. Um den perfekten Glanz auf dem Autolack zu erzeugen, legen die Forscher an den Standorten Essen und Hanau derzeit ein besonderes Augenmerk auf die Trocknungsphase. „Wir wollen unseren Kunden passgenaue Formulierungen für ihre Waschstraßen anbieten. Da es sehr zeit- und kostenaufwendig ist, jede neue Zusammensetzung in einer Auto­waschanlage zu testen, nutzen wir seit einiger Zeit neue Technologien, mit deren Hilfe wir für unsere Kunden Screeningtests durchführen können“, erklärt der Chemiker.

Mit dem Glanztrockner-Screening kann Evonik die Qualität der letzten und subjektiv wichtigsten Phase des Reinigungsprozesses optimieren. „Unsere Kunden haben sehr unterschiedliche Anforderungsprofile“, sagt Schaller. „Je nach Marktsegment und Region liegt der Fokus auf Reinigungseffizienz oder auf lang anhaltender Lackkonservierung.“

REALBEDINGUNGEN DER WASCHSTRASSE SIMULIERT
Mit den neuen Screeningmethoden bestimmen die Forscher das Strömungspotenzial der Formulierungen. Die Ladungsdifferenz zeigt, wie gut und schnell das Produkt auf der Lackoberfläche anhaftet. Als zweiter Parameter wird die Teilchengröße bestimmt. „Damit erhalten wir Aussagen über die Stabilität der Formulierung. Diese Daten helfen uns beim technischen Kundensupport erheblich weiter“, so Schaller. Zudem reduziert dieses Vorgehen ressourcenintensive Prüfungen unter Real­bedingungen in der Waschstraße. Und damit ist dann auch bei der Umwelt alles im Lack.