Schätzen den Praxis­bezug: Tobias
Pfrommer (r.) und Jens Messinger
Schätzen den Praxis­bezug: Tobias Pfrommer (r.) und Jens Messinger
Hanau

ZWEI IN EINEM

Jens Messinger und Tobias Pfrommer wollten beides lernen: Theorie und Praxis. Sie haben sich daher für ein Duales Studium entschieden. Den theoretischen Teil liefert die Duale Hochschule Baden-Württemberg, den praktischen Evonik.

Tobias Pfrommer arbeitet aktuell an einem spannenden Projekt: die konzernweite Umstellung auf das Betriebssystem Windows 10. „Ich erstelle zum Beispiel gerade ein Dokument, das die wichtigsten Änderungen zusammenfasst, die mit dem neuesten Update demnächst auf alle Rechner gespielt werden“, erklärt der junge Mann, der im ersten Semester IMBIT studiert. Das Kürzel steht für den etwas sperrigen Namen International Management for Business and Information Technology. Bei Fragen wendet Pfrommer sich vertrauensvoll an Jens Messinger, der das Studium mit dem Bachelor of Science bereits im Oktober abgeschlossen hat und seine ­Expertise nun an den IT-Nachwuchs weitergibt.

Beide haben sich gezielt für ein duales Stu­dium entschieden. Der Studiengang geht über sechs Semester. Evonik kooperiert dazu mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim. „Für mich war der Praxisbezug zur Arbeitswelt ausschlaggebend“, sagt Messinger. „Das duale Studium ist eine perfekte Kombina­tion aus Studium und praktischer Ausbildung.“ Das sieht Pfrommer genauso. Für ihn sei es ­zudem wichtig, dass man gezielter lernen und arbeiten könne, da „wir uns immer entweder auf die Praxis oder die Theorie konzentrieren können“. In den drei Jahren wechseln die dual ­Studierenden in dreimonatigen Blockabschnitten zwischen Hochschule und Unternehmen. Statt Studiengebühren zu zahlen, gibt es darüber hinaus bereits eine Ausbildungsvergütung vom Unternehmen.

Auch ein Auslandsaufenthalt gehört dazu

Inhaltlich ist die Ausbildung sehr breit auf­gestellt: „Die Schwerpunkte liegen ungefähr zu 40 Prozent auf Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre, weitere 40 Prozent sind IT-Themen – von der Programmierung bis zur ­Administration –, und 20 Prozent befassen sich mit internationalem Management“, erklärt ­Messinger. Damit seien die Absolventen später entsprechend vielfältig einsetzbar.

Auch ein Praxissemester im Ausland gehört zur Ausbildung dazu. „Meine internationale Praxisphase hat mich in die USA geführt. Ich habe dort in einem Geschäftsgebiet von Evonik das Controlling unterstützt und Supply-Chain- Prozesse kennengelernt“, sagt Messinger, der sich immer wieder für ein duales Studium entscheiden würde.

International Management for Business and Information Technology

In diesem Studiengang nutzen die Studenten ihre IT-Kenntnisse, um wirtschaftliche Prozesse in Unternehmen zu optimieren und Probleme zu lösen. Mit ihrer Expertise lösen sie verschiedene Aufgabenstellungen: Sie überlegen sich zum Beispiel, welche Anforderungen eine Software erfüllen muss oder wie Entscheidungsprozesse mit Informationstechnologie erleichtert werden können.