Pressemitteilung

Industriepark Wolfgang: Azubis reparieren gemeinsam mit Flüchtlingen Fahrräder

Konzentriert schrauben Sharef und Marc die Muttern an der Radaufhängung los - der Reifen läuft nicht mehr ganz rund und muss ausgetauscht werden. Das machen der 16-Jährige, der vor einigen Monaten von Syrien nach Deutschland geflüchtet ist, und der Azubi, der bei Evonik Industriemechaniker lernt, gemeinsam.

An insgesamt drei Tagen reparieren zwölf Neuankömmlinge in der Ausbildungswerkstatt im Industriepark mit den Auszubildenden Fahrräder aus dem Altbestand des Standorts. Räder und Schläuche werden erneuert, Ketten geschmiert und Dynamos ausgetauscht. Immer dabei ist Udo Holzberger, der beim Technischen Service die Fahrradwerkstatt betreut und darauf achtet, dass die Arbeiten richtig durchgeführt werden und vor allem zu einem verkehrssicheren Ergebnis führen: Denn die Bewohner von Sportfield Housing dürfen die Räder im Anschluss mit in ihre Unterkunft nehmen.

Hinter der Gemeinschaftsaktion, an deren Kosten sich die Unternehmen Evonik und Umicore gleichermaßen beteiligen, steht folgende Idee: „Wir wollen uns als großer Wirtschaftsstandort nicht nur finanziell in der Flüchtlingshilfe engagieren, sondern auch Raum für Begegnung schaffen. Wir haben die jungen Leute in unsere Ausbildungsstätten geholt, damit sie gemeinsam mit Gleichaltrigen an einem Projekt arbeiten können“, sagt Bernd Vendt, Standortleiter im Industriepark Wolfgang.

Dass die Kommunikation auch nonverbal prima funktioniert, fällt Industriemechaniker-Azubi Tobias Simon auf: „Es ist eine Herausforderung, sich ohne gemeinsame Sprachbasis zu verständigen, aber es hat mit Händen, Füßen und dem richtigen Werkzeug gut gepasst.“ Das findet auch Ausbilder Ralf Eschmann: „Nach kurzer Zeit sind die jungen Leute richtig aufgetaut und haben den Azubis erst interessiert über die Schulter geschaut und anschließend auch selbst angepackt. Das hat die Räder zu ihren Rädern gemacht.“

Und mit denen ging es im Anschluss auch zurück nach Sportfield Housing. Sharef klingelt noch einmal laut, lacht und tritt in die Pedale.

Der syrische Flüchtlingsjunge Sharef (r), und Marc, Azubi zum Industriemechaniker, schrauben gemeinsam an einem  Fahrrad.     Foto: Evonik Industries

Der syrische Flüchtlingsjunge Sharef (r), und Marc, Azubi zum Industriemechaniker, schrauben gemeinsam an einem Fahrrad. Foto: Evonik Industries

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Leiterin Standortkommunikation

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    Evonik, der kreative Industriekonzern aus Deutschland, ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie. Profitables Wachstum und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes stehen im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie. Die Aktivitäten des Konzerns sind auf die wichtigen Megatrends Gesundheit, Ernährung, Ressourceneffizienz sowie Globalisierung konzentriert. Evonik profitiert besonders von seiner Innovationskraft und seinen integrierten Technologieplattformen.

    Evonik ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv. Mehr als 33.500 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von rund 13,5 Milliarden € und ein operatives Ergebnis (bereinigtes EBITDA) von rund 2,47 Milliarden €.