Pressemitteilung

Hessische Europaabgeordnete Martina Werner besucht Evonik in Hanau: Dreidimensionales aus dem Drucker

Mitte Mai besuchte Martina Werner, Mitglied des Europaparlaments, den Industriepark Wolfgang in Hanau. Als industriepolitische Sprecherin der SPD-Europaabgeordneten stehen bei ihr richtungsweisende Technologien wie der 3D-Druck sowie Entwicklungstendenzen in der Industrie wie die Digitalisierung stark im Fokus.

Im Industriepark Wolfgang informierte sich Werner bei Evonik über unterschiedliche 3D-Druckverfahren, deren Wirtschaftlichkeit und die Zukunftsaussichten dieser Technologie. Bisher werden diese Verfahren überwiegend zum Formenbau und zur Erstellung von Prototypen genutzt. Als führender Hersteller von polymeren 3D-Druckmaterialien forscht Evonik an der nächsten Generation innovativer Materialsysteme, die eine höhere Produktivität und Qualität erlauben. Damit soll die wirtschaftliche Fertigung von Endbauteilen und Kleinserien mittels 3D-Druck ermöglicht werden. "Interessant sind diese Verfahren insbesondere für hochkomplexe oder individualisierte Bauteile zum Beispiel für die Automobil- oder Luftfahrtindustrie", erläuterten die Chemiker Markus Pridöhl von Creavis, der strategischen Forschungseinheit von Evonik, und Stefan Bernhardt vom Innovation Management.

Ein Besuch im anwendungstechnischen Labor zeigte plastisch, wie diese Technik funktioniert. Dreidimensionale Konstruktionsdaten aus dem Computer werden direkt auf den 3D-Drucker übertragen. Beim vorgeführten Schmelzbeschichtungsverfahren (Fused Deposition Modeling) werden Kunststoffdrähte kontinuierlich in einer beheizten Düse aufgeschmolzen. Die zähflüssige Kunststoffschmelze wird computergesteuert auf dem Untergrund abgelegt und erstarrt dort. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis sich das 3D-gedruckte Objekt gebildet hat.

"Hier habe ich eine spannende Technologie kennengelernt, die seit langem in aller Munde ist und sich permanent weiterentwickelt. Daher ist es auch für die Politik wichtig zu wissen, wie der aktuelle Stand der Technik ist", sagt Martina Werner.

 Frisch aus dem Drucker: Martina Werner erhält vom Evonik-Forscher Stefan Bernhardt ein dreidimensionales Evonik-Logo. Foto: Evonik Industries

Frisch aus dem Drucker: Martina Werner erhält vom Evonik-Forscher Stefan Bernhardt ein dreidimensionales Evonik-Logo. Foto: Evonik Industries

Im Anschluss diskutierte die Abgeordnete mit Wilhelm Otten, Leiter des Geschäftsgebiets Verfahrenstechnik & Engineering von Evonik, über ein weiteres Thema, das zurzeit in keiner gesellschaftspolitischen Expertenrunde fehlt: Industrie 4.0. "Wir befinden uns damit auf dem Weg zu einer digital vernetzten Produktion der Zukunft", weiß Otten.

Der Evonik-Manager erläuterte die Möglichkeiten der Produktivitätssteigerung in der Prozessindustrie, ein durchgängiges Datenmanagement entlang des Lebenszyklus einer Anlage, weitergehende Automatisierung der Anlagen und Flexibilisierung der Produktion durch modulare Anlagen. Das modulare Anlagenkonzept wurde anschließend anhand des "EcoTrainers" von Evonik besichtigt.

Otten sprach im Laufe des Besuchs auch den Aspekt Datensicherheit an. "Genau das ist auch ein wichtiges Thema im Europaparlament. Wir diskutieren derzeit auf vielen Ebenen darüber, wie wir einen sicheren Umgang von Daten gewährleisten können", sagte Werner, die sich über die Einladung in den Industriepark sehr gefreut hat. "Es ist ganz prima, komplexe Themen mit Experten zu besprechen, die in der Lage sind, sie verständlich zu erklären", sagte die Abgeordnete.

Frank Stenger (links) und Wilhelm Otten (3. v.l.) zeigen Martina Werner sowie Hanno Pfeil aus dem Brüsseler Evonik-Büro für Politische Kommunikation ein modulares Anlagenkonzept. Foto: Evonik

Frank Stenger (links) und Wilhelm Otten (3. v.l.) zeigen Martina Werner sowie Hanno Pfeil aus dem Brüsseler Evonik-Büro für Politische Kommunikation ein modulares Anlagenkonzept. Foto: Evonik

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Silke Wodarczak

Leiterin Standortkommunkation

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    Evonik, der kreative Industriekonzern aus Deutschland, ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie. Profitables Wachstum und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes stehen im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie. Die Aktivitäten des Konzerns sind auf die wichtigen Megatrends Gesundheit, Ernährung, Ressourceneffizienz sowie Globalisierung konzentriert. Evonik profitiert besonders von seiner Innovationskraft und seinen integrierten Technologieplattformen.

    Evonik ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv. Mehr als 33.500 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von rund 13,5 Milliarden € und ein operatives Ergebnis (bereinigtes EBITDA) von rund 2,47 Milliarden €.