Sicherheit bei Evonik
2. April 2020

Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten im Rahmen von Flächendesinfektionen

Bei Tätigkeiten mit Gebrauchslösungen zur Flächendesinfektion ist der direkte Kontakt mit den Augen, Haut, Schleimhaut und das Einatmen der Dämpfe zu vermeiden.

Um dies zu gewährleisten, sind beim Umgang mit Desinfektionsmittelkonzentraten, etwa beim Abfüllen und Verdünnen, und sofern mit Aerosolbildung zu rechnen ist, der Gebrauch einer Schutzbrille notwendig.

Ist beim Umgang mit Desinfektionsmitteln der Hautkontakt nicht vermeidbar, müssen Schutzhandschuhe getragen werden. Schutzhandschuhe müssen entsprechend dem zu erwartenden Kontakt und den verwendeten Desinfektionsmitteln ausgewählt (z.B. KCL/Honeywell Dermatril P bzw. Camatril 730) und regelmäßig gewechselt werden (bei diesen Handschuhtypen nach Schichtende).

Bei der Scheuer- und Wischdesinfektion ist im Verhältnis zur Sprühdesinfektion, bei der ja die gesamte Desinfektionsmittelmenge durch eine Düse verteilt wird, die Tröpfchenentstehung in der Regel zu vernachlässigen, sodass es zu keiner inhalativen Exposition kommt und kein Atemschutz notwendig ist.

Gefäße mit Gebrauchslösungen sind nach dem Herstellen und jeder Entnahme zu verschließen.

Wegen der Brand- und Explosionsgefahr können zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich sein. Besonders vor dem Einsatz elektrischer Geräte ist das Abtrocknen des alkoholischen Desinfektionsmittels auf Flächen abzuwarten. Es ist sicherzustellen, dass keine Pfützen oder Flüssigkeitsflecken verbleiben. Der Einsatz alkoholischer Desinfektionsmittel ist im Wirkbereich von offenen Flammen oder anderen Zündquellen nicht zulässig.