Fettbrandexplosionen sehen spektakulär aus - draußen, mit der Feuerwehr in Hindergrund. Zuhause möchte das niemand erleben, falls es doch passiert: Decke drauf!
Fettbrandexplosionen sehen spektakulär aus - draußen, mit der Feuerwehr in Hindergrund. Zuhause möchte das niemand erleben, falls es doch passiert: Decke drauf!
Hanau
26. September 2019

Decke oder Deckel!

Bunter Strauß an Sicherheit: Evonik richtet Sicherheits- und Gesundheitswoche im Industriepark Wolfgang aus. Mehr als Rund 1.000 Kolleginnen von Saxonia und Evonik nahmen teil.

Decke oder Deckel: Ein bisschen sehr heißes Fett, ein wenig Wasser dazu – ist das eine gute Idee? Sieben Meter hoch schoss die Flamme im Anschluss. Was glücklicherweise nur eine von der Werkfeuerwehr kontrollierte Demonstration einer Fettexplosion war, könnte im Labor oder in der heimischen Küche übel ausgehen. „Sollte solch ein Fettbrand ausbrechen, hilft es, mit einer Decke oder einem Topfdeckel dem Feuer den Sauerstoff zu entziehen. Bloß nicht noch mehr Wasser draufkippen“, erklärt Michael Menz, Evonik-Sicherheitsfachkraft im Industriepark Wolfgang, den rund 60 Zuschauern der imposanten Vorführung.

Ein paar Meter weiter sitzen Silke Torchiani und Melanie Reiß kopfüber im Überschlagssimulator, stemmen sich mit den Füßen gegen die Frontscheibe, stützen sich mit der einen Hand am Autodach ab und lösen mit der anderen den Gurt, um danach vorsichtig wieder in die Waagrechte zu gelangen. Ein gutes Training für den Ernstfall.

Das Angebot der Sicherheits- und Gesundheitswoche im Industriepark war umfangreich. Die Mitarbeiter von Evonik und Saxonia haben an fünf Tagen den bunten Strauß der Sicherheit erleben können. Entweder ganz praktisch oder in zahlreichen Kurzseminaren.

„Es geht uns mit dieser Veranstaltung um ein Gesamtbild von Sicherheit und Gesundheit. Es ist unser oberstes Ziel, dass es allen Mitarbeitern gut geht, und dass dieser Zustand des Wohlbefindens auch anhält“, betont Juan Garcia, Leiter der Arbeitssicherheit bei Evonik im Industriepark.

So konnten sich die Teilnehmer einerseits über sichere Fahrräder, Sicherheitsmesser und Leitern sowie die persönliche Schutzausrüstung informieren. Andererseits erforschten sie ihr Gehör an der Lärmpyramide, ließen Blutdruck messen, probierten an Puppen die Herz-Lungen-Wiederbelebung oder erlangten in einer großen Auswahl an Vorträgen neue Erkenntnisse.“

Evonik-Kollege Ralf Hausmann ist begeistert vom Angebot des Arbeitgebers: „Sicherheit ist wichtig, nicht nur in der Firma. Was ich hier lerne, übertrage ich automatisch auch in mein Privatleben. Den Handlauf benutze ich beispielsweise immer und mein Fahrzeug habe ich nach der Übung im Überschlagssimulator erstmal von lose herumliegenden Gegenständen befreit.“