Hanau
30. August 2019

„Entwertetes“ ist nicht wertlos

Briefmarken sammeln und Arbeitgeber werden: Eine Sammel-Aktion am Standort Hanau unterstützt das Angebot des Hessischen Diakoniezentrums e.V. (Hephata) seit nunmehr fünf Jahren. Machen Sie auch mit!

Die Umschläge und einzelnen Marken werden beim WD in einer großen PLEXIGLAS-Box im Eingangsbereich gesammelt.Beim Werksärztlichen Dienst (WD) in Hanau können seit 2014 Briefumschläge/Postkarten etc. mit abgestempelten Briefmarken abgegeben und damit die Arbeitsplätze von 24 schwerbehinderten Menschen gesichert werden.

"Für die meisten sind die entwerteten Briefmarken auf Umschlägen oder alte Postkarten nur Papiermüll“, sagt Dr. Sibylle Haas-Brähler, Leiterin des Werksärztlichen Dienstes. „Die Arbeit der Briefmarkengruppe von Hephata kann diesen Papiermüll aber verwerten und dann an Sammler verkaufen.“

Von der zentralen Sammelstelle des WD gehen die Marken und Umschläge zunächst nach Hephata. In der dortigen Einrichtung arbeiten Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen, u.a. 24 Mitarbeiter mit einem besonderen Gespür für Farben und Bilder und Talent für Gestaltung und Phantasie. Sie schneiden die Briefmarken aus, sortieren sie nach verschiedenen Kriterien (z.B. Ausland, Sondermarken, Motivmarken) und verpacken sie in Sammelboxen. Anschließend werden die Marken an Briefmarkensammler verkauft, wodurch sich der Arbeitslohn der Beschäftigten finanziert.

Gesammelt wird fast alles: von ganz alltäglichen, über abgelöste und alte Marken bis hin zu ausländischen Marken. Auch sogenannte „Ganzsachen“, d.h. aufgedruckte Briefmarken, Frankierstempel oder Frankieraufkleber können abgegeben werden. Ganze Briefmarkensammlungen, Kataloge und Fachzeitschriften sowie besonders schöne Postkarten und Briefumschläge sind ebenfalls begehrte Sammelobjekte. Die Marken müssen nicht ausgeschnitten oder abgelöst werden; ein einfaches „Abreißen“ idealerweise mit dem Stempel, reicht völlig aus.

Werden auch Sie zum Arbeitgeber, indem Sie Briefmarken sammeln und in Geb. 482 abgeben. Bislang wurden dort 44 kg Briefmarken gesammelt.