Hanau

Rückbau des Bunkers im Technologiepark

Seit dem Frühjahr sind aufwändige Abbrucharbeiten des Bunkers in unserer Nachbarschaft im Gange. Lockerungssprengungen an dem massiven Betonbauwerk haben keine Auswirkungen auf Betriebsabläufe der umliegenden Unternehmen.

Auf dem 35.000 Quadratmeter großen Grundstück sollen moderne Logistik- und Gewerbeflächen entstehen. Der seit vielen Jahren ungenutzte Bunker wird nun mit vielen kleinen Sprengungen zum Einsturz gebracht und entsorgt.

Es gab und wird eine Vielzahl von partiellen Lockerungssprengungen geben, die das Betongefüge auf einer Fläche von jeweils ca. 25 m²[BH1] aufbrechen. Diese Lockerungssprengungen verursachen deutlich wahrzunehmende Knallgeräusche, jedoch keine starken von außen wahrnehmbare Erschütterungen. Alle Sprengungen werden gutachterlich begleitet.

In der unmittelbaren Nachbarschaft zum Bauvorhaben sind Messstellen eingerichtet, die bisher Werte mit deutlichem Abstand zu den Grenzwerten zeigen. „Wir haben mit den verantwortlichen Auftraggebern vereinbart, dass wir bei Abweichungen von dem geplanten Vorgehen frühzeitig informiert werden“, sagt Hermann Becker, Leiter Werksicherheit im Industriepark Wolfgang.

Besorgnisse über den Abriss der Bunkeranlagen, die seinerzeit zum sogenannten „Atomdorf Hanau“ gehörten, seien unbegründet, so die Stadt Hanau auf Anfrage. Anfang der 2000er Jahre hat die Hessische Landesanstalt für Umwelt und Geologie im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten zahlreiche Kontaminationsmessungen durchgeführt und Bodenproben genommen. Sowohl die Oberflächenmessungen als auch die Auswertung der Bodenproben haben keine erhöhten Radioaktivitätswerte gezeigt.

[BH1]