Hanau
6. Februar 2020

Vorsorgemaßnahmen ergriffen

Ein neuartiges Coronavirus (2019-nCoV) hat in China zu einem Ausbruch von Atemwegserkrankungen geführt. Betroffen sind insbesondere die Metropole Wuhan und die gesamte Provinz Hubei.

Vor diesem Hintergrund hat der Expertenkreis Ereignismanagement beschlossen, Vorsorgemaßnahmen für den Industriepark Wolfgang zu ergreifen.

Insbesondere gelten diese präventiven Maßnahmen dem Schutz der Mitarbeiter am Besucherempfang. Dort wurden Acrylglasscheiben installiert, die gegebenenfalls vor Tröpfcheninfektion schützen sollen. Besucher werden künftig gefragt, ob sie Kontakt zu Personen aus der Region Hubei oder mit dem Coronavirus infizierten Menschen hatten. Gegebenenfalls erfolgt eine Visitation durch Mitarbeiter des Werksärztlichen Dienstes. Dafür stehen entsprechend separierte Räumlichkeiten zur Verfügung.

Alle KollegInnen aus dem Industriepark, die Besucher aus Hochrisikogebieten erwarten, werden zudem gebeten, im Vorfeld eine Risikoabwägung vorzunehmen.

Aktualisierter Reisehinweis für China

Ein neuartiges Coronavirus (2019-nCoV) hat in China zu einem Ausbruch von Atemwegserkrankungen geführt. Betroffen sind insbesondere die Metropole Wuhan (11 Millionen Einwohner) und die Provinz Hubei, zu der Wuhan gehört. Hier waren am 12. Dezember 2019 die ersten Fälle bekannt geworden. Inzwischen werden Erkrankungsfälle auch aus anderen Teilen Chinas berichtet.

Außerhalb Chinas gibt es weiterhin nur relativ wenige Fälle. Der Großteil der Betroffenen war zuvor in Wuhan. Am 31. Januar 2020 hat die WHO festgestellt, dass es sich bei dem Ausbruch um eine „Gesundheitliche Notlage mit internationaler Tragweite" (PHEIC) handelt und damit alle Staaten dazu aufgerufen, Maßnahmen zu ergreifen um die weitere Ausbreitung des Virus zu stoppen.

China und viele andere Länder haben Maßnahmen zur Infektionskontrolle (Screening/Quarantäne) für Reisende aus betroffenen Regionen implementiert. Zusätzlich ist die Bewegungsfreiheit in vielen Städten Chinas erheblich eingeschränkt und der öffentliche Verkehr eingestellt. Es gibt keine Informationen dazu, wie lange dieser Zustand dauern wird. Menschen in besonders betroffenen Regionen sind gesetzlich verpflichtet in der Öffentlichkeit eine Maske zu tragen.

Das Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar und verursacht überwiegend milde Atemwegserkrankungen. Ein Teil der Infizierten zeigt überhaupt keine Krankheitssymptome. Bei schweren Verläufen kann es zu einer Lungenentzündung kommen. In China versterben derzeit ca. 3% der Erkrankten, überwiegend Menschen mit Vorerkrankungen.

Das persönliche Risiko sich in China außerhalb Hubeis mit dem Virus zu infizieren ist nach wie vor begrenzt, sofern allgemeine präventive Maßnahmen und Empfehlungen umgesetzt werden. Andererseits wird das Risiko von Maßnahmen zu Infektionskontrolle, inklusive Screening, Untersuchung, Quarantäne oder Reisebeschränkungen, betroffen zu werden, immer höher.

Vor diesem Hintergrund ist bei Dienstreisen nach China bis auf weiteres Folgendes zu beachten:

Bei der Planung einer Reise nach China:

  • Verschieben Sie alle Dienstreisen in die Region Hubei bis auf weiteres!
  • Verschieben Sie alle nicht zwingend erforderlichen Dienstreisen in andere Regionen Chinas bis auf weiteres. Klären Sie mit Ihrem Vorgesetzten, ob eine Dienstreise nach China zum jetzigen Zeitpunkt zwingend erforderlich ist.
  • Der Corporate Medical Director von Evonik ist vor zwingend erforderlichen Dienstreisen nach China zu kontaktieren, um sich zu erforderlichen Schutzmaßnahmen beraten zu lassen. (Uta Müller; uta.mueller@evonik.com; + 49 0201 / 177-3813)
  • Mitarbeitern mit bereits bestehenden Erkrankungen der Atemwege (Erkältungserkrankungen, Influenza etc.) oder anderen fieberhaften Erkrankungen dürfen bis auf weiteres keine Dienstreisen in betroffene Gebiete unternehmen, da sie mit hoher Wahrscheinlichkeit von Screening- und Quarantänemaßnahmen betroffen wären.
  • Mitarbeiter mit chronischen Erkrankungen werden gebeten, sich vor der Planung einer Reise nach China von ihrem zuständigen Arbeitsmediziner beraten zu lassen.
  • Alle Mitarbeiter mit internationaler Reisetätigkeit werden gebeten, die International SOS App herunterzuladen und/oder sich regelmäßig auf der Webseite von International SOS zu informieren, da sich die Lage derzeit sehr schnell weiterentwickelt.

Den Link zur Datenbank von International SOS finden Sie im Intranet am unteren Ende dieser Seite: https://intranet.evonik.com/de/konzern/usg/usgq/gesundheitsschutz/reisemedizin/

Verhaltensregeln während einer Dienstreise in China:

  • Besuchen Sie keine Märkte oder Farmen. Vermeiden Sie direkten Kontakt zu Tieren (lebend oder tot) und ihrer Umgebung. Berühren Sie keine mit Tierkot kontaminierten Oberflächen.
  • Vermeiden Sie alle Aktivitäten, bei denen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit mit großen Menschenmengen in Kontakt kommen.
  • Halten Sie Abstand zu Menschen, die offensichtlich krank sind.
  • Achten Sie auf gute persönliche Hygiene. Waschen Sie Ihre Hände häufig. Haben Sie ein alkoholisches Händedesinfektionsmittel dabei, für den Fall, dass Wasser nicht verfügbar sein sollte. Vermeiden Sie Berührungen des Gesichts mit den Händen.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Essen, inklusive der Eier, gut erhitzt wurden.
  • Wenn Sie Symptome entwickeln, insbesondere Fieber oder Luftnot, rufen Sie zunächst das Assistance Center von International SOS an, bevor Sie eine medizinische Einrichtung aufsuchen. (Telefonnummer auf der Emergency Card)

Nach der Rückkehr von einer Dienst- oder Privatreise nach China:

  • Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Gesundheitsbehörden (soweit zutreffend).
  • Informieren Sie Ihren Vorgesetzten telefonisch oder per Email über Ihre Rückkehr, um abzuklären, wann Sie wieder an Ihrem Arbeitsplatz erscheinen sollen. (Im Regelfall sollen Rückkehrer vorübergehend für 14 Tage im Home-Office arbeiten).
  • Beobachten Sie Ihren Gesundheitszustand sorgfältig.
  • Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie Symptome entwickeln, insbesondere Fieber oder Luftnot.
  • Informieren Sie den Arzt oder das Krankenhaus vorab telefonisch über Ihre Symptome und die vorangegangene Reise, damit erforderliche Vorbereitungen und Maßnahmen zum Infektionsschutz getroffen werden können.