Hanau
19. Februar 2021

Leuchtzeichen gegen Rassismus

Evonik bekennt Farbe gegen Rassismus und für Vielfalt: Das Spezialchemie-Unternehmen strahlt in den kommenden Wochen diverse Gebäude an seinen Standorten bunt an.

Anlass für die weit sichtbaren Zeichen sind die Internationalen Wochen gegen Rassismus sowie der erste Jahrestag des rassistisch motivierten Mordanschlags in Hanau am 19. Februar.

Die beleuchteten Häuser und Hallen dienen als mahnende Erinnerung und zugleich als Aufruf, immer wieder Farbe zu bekennen - für Vielfalt, Offenheit und Menschlichkeit und gegen Hass, Rassismus und Gewalt. „Wir schweigen nicht, wir schauen nicht weg. Sondern wir stellen uns aktiv und gemeinsam den Kräften entgegen, die mit Angst und Gewalt unsere Demokratie, unsere Freiheit und unser menschliches Miteinander zerstören wollen“, sagt Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor von Evonik.

Die Beleuchtungsaktion ist innerhalb des Zeitraums 19. Februar bis 28. März vorgesehen. Von Evonik beteiligen sich die Standorte Antwerpen (Belgien), Darmstadt, Essen, Ham (Frankreich), Hamburg, Hanau, Herne, Krefeld, Lülsdorf, Marl, Rheinfelden, Wesseling und Witten. Zusätzliche örtliche Aktivitäten begleiten das Lichtzeichen des Unternehmens. In Hanau fand unter anderem eine interreligiöse Gedenkfeier statt. Darüber hinaus zeigen MitarbeiterInnen der großen Hanauer Unternehmen auf Riesenpostern, die vor den Toren des Industrieparks positioniert sind, Gesicht und werben für Vielfalt und Toleranz.

Für die Beleuchtungen und weitere Aktionen anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus engagieren sich Unternehmen, Betriebsräte, Schwerbehindertenvertreter sowie Jugend- und Auszubildendenvertreter. „Rassismus hat schon lange begonnen, bevor es zur Gewalt kommt. Er beginnt da, wo Menschen beispielsweise aufgrund ihres Aussehens, ihrer Herkunft oder einer Religionszugehörigkeit anders behandelt, ausgegrenzt oder diskriminiert werden. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe daran zu erinnern, nie zu vergessen und für eine Gesellschaft der Vielfalt und des Miteinanders einzustehen“, betont Matthias Krebs, Vorsitzender des Betriebsrats in Hanau.

Neun Tage lang wird das Gebäude an der Rodenbacher Chaussee lilafarben angeleuchtet, um der Opfer des Anschlags vom 19. Februar 2020 zu gedenken. Im Anschluss erstrahlt es im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Regenbogenfarben.
Neun Tage lang wird das Gebäude an der Rodenbacher Chaussee lilafarben angeleuchtet, um der Opfer des Anschlags vom 19. Februar 2020 zu gedenken. Im Anschluss erstrahlt es im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Regenbogenfarben.

„Eine Zukunft ohne Hass und Rassismus – dafür melden wir uns auch als Jugend zu Wort. Wir müssen dieser Intoleranz entgegenstehen und werden als junge Generation nicht wegschauen. Unsere Leuchtaktionen sind der Anfang eines bunten Europas. Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass in unserer Gegenwart und Zukunft kein Platz ist für Hass und Rassismus“, ergänzt Annalisa Heinig, Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung Hanau.

Evonik beteiligt sich seit 2015 an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Die Initiative dazu ging von der Jugend- und Auszubildendenvertretung des Unternehmens aus. Evonik ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv. Das Spezialchemie-Unternehmen aus Essen beschäftigt mehr als 32.000 Mitarbeiter aus insgesamt 101 Nationen. „Bei uns arbeiten überall auf der Erde Menschen miteinander. Das bringt uns gemeinsam voran - nicht Abgrenzung und Spaltung“, sagt Wessel.

Der stellvertretende Gesamtbetriebsratsvorsitzenden von Evonik, Hussin el Moussaoui, hat zum Jahrestag des Terroranschlags von Hanau ein Kurzinterview gegeben (Audio). Er ist in Hanau aufgewachsen und arbeitet dort im Unternehmen. Der Link dazu:

https://evonik.canto.global/b/O1S2B