Guter Austausch zwischen Politikern,
Evonik- und VCI-Vertretern.
Guter Austausch zwischen Politikern, Evonik- und VCI-Vertretern.
Hanau
18. August 2020

Innovatives Chemieunternehmen gesucht - und gefunden

Eine Delegation von SPD-Landtagsabgeordneten aus Hessen hat sich mit Führungskräften und Arbeitnehmervertretern von Evonik sowie dem Geschäftsführer des VCI Hessen (Verband der Chemischen Industrie), Gregor Disson, im Industriepark Wolfgang getroffen.

Tobias Eckert, MdL, Stephan Grüger, MdL, Elke Barth, MdL, und Milena Stuhlmann, kommissarische Fraktionsgeschäftsführerin der hessischen SPD, waren besonders an den Digitalisierungsaktivi-täten des Konzerns und innovativen Projektideen interessiert.

„Da sind Sie an unserem Standort genau richtig“, sagt Standortleiterin Kerstin Oberhaus. „Der Industriepark Wolfgang ist ein wichtiger Innovations- und Forschungsstandort von Evonik. In Hanau werden viele kreative Weichen für das Unternehmen gestellt.“

Die Betriebsräte Matthias Krebs und Nina Späth berichteten unter anderem darüber, dass durch zahlreiche Maßnahmen im gesamten Evonik-Konzern wie die Einhaltung von Hygiene- und Abstands-konzepten, mobiles Arbeiten und die immerwährende Sensibili-sierung der MitareiterInnen die Corona-Auswirkungen deutlich eingedämmt werden konnten. „Mobiles Arbeiten hat sich dort bewährt, wo sich Mitarbeiter zum Beispiel Büros teilen“, sagt der Hanauer Betriebsratsvorsitzende Krebs.

Für die Auszubildenden sei es sehr hilfreich gewesen, dass sie mit Tablets ausgestattet gewesen wären. „So konnten auch sie mobil lernen und waren immer im engen Austausch mit den Ausbildern“, ergänzt Späth.

Die Ausbildung war im Anschluss der Gespräche auch das erste Besuchshighlight. Die Chemikanten-Azubis Hendrik Dollar und Vanessa Schmidt stellten das Ausbildungstechnikum vor, dass vor kurzem im Rahmen einer Digitalisierungsoffensive modernisiert wurde. „Das Technikum bietet alle Funktionalitäten, die auch eine Produktionsanlage aufweist. Wir haben hier auch ein modernes Prozessleitsystem eingebaut, so dass die Ausbildungsanlage analog zu den Kundenanlagen funktioniert“, erläutert Ausbilderin Birgit Pfaff.

Mittels einer 360°-Aufnahme des Ausbildungstechnikums wurde eine digitale Arbeitsumgebung geschaffen, in der man sich virtuell bewegen und viele weitere Links öffnen kann. „Das ist ein weiterer großer Vorteil für uns: Wir können uns so jederzeit Betriebsanweisungen, FAQs, Quiz, Grafik- und Videoanimationen zu den technischen Anlagen aufrufen unabhängig davon, ob wir nun gerade im Technikum arbeiten oder nicht“, erklärt Vanessa Schmidt.

Anschließend besuchte die Delegation die Verfahrenstechnik. Hier ließen sie sich von Patrik Stenner erläutern, wie er daran arbeitet, Mikropartikel aus Abwasser mittels einer Walze und eines elektrochemischen Vorgangs abzuscheiden. „Wir schalten die Walze als Anode, die darunter befindliche Wanne fungiert als Kathode. Das Abwasser wird der Wanne zugefügt, darüber dreht sich langsam die Walze. Die Polymer-Partikel wandern zur anodisch geschalteten Walze und bleiben durch eine elektrochemische Reaktion daran kleben. Die an der Walze abgeschiedenen Partikel können mittels eines Abschabers entfernt und anschließend recycelt werden.“

Mikropartikel aus dem Abwasser werden somit sauber zurückgewonnen, ganz ohne Einsatz von Chemikalien. Mit diesem Projekt gewann Stenner im Sommer den Nachhaltigkeitspreis des Verbandes der chemischen Industrie.

Die SPD-Delegation zeigte sich begeistert von den innovativen Projekten in Hanau und kündigte weitere Gespräche zu Fachthemen wie der Transportlogistik an.

Informationen zum Konzern

Evonik ist ein weltweit führendes Unternehmen der Spezialchemie. Der Konzern ist in über 100 Ländern aktiv und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von 13,1 Mrd. € und einen Gewinn (bereinigtes EBITDA) von 2,15 Mrd. €. Dabei geht Evonik weit über die Chemie hinaus, um den Kunden innovative, wertbringende und nachhaltige Lösungen zu schaffen. Mehr als 32.000 Mitarbeitern verbindet dabei ein gemeinsamer Antrieb: Wir wollen das Leben besser machen, Tag für Tag.